Mojito Blueberry

Sicherlich muss man niemanden der sich in der Cocktailwelt gut bis gar nicht auskennt fragen, ob er weiss was ein Mojito ist. Während man in manchen Clubs oder 0815-Bars einfach eine zusammengerührte oder geschüttelte Plörre hingestellt bekommt, steckt aber in diesem Drink so viel Vielfalt und Geschichte. Vom Mojito, wie wir ihn heute noch kennen, ist hingegen erst in den Cocktailbüchern des früheren 20. Jahrhunderts zu lesen. Tatsächlich handelt es sich um eine kubanische Vollendung. Zunächst ist wenn man von Mojito spricht von der Verwendung von Minze noch keine Rede. Es handelt sich bei jenen Drinks zunächst eher um klassische Rum Rickeys oder Rum Collinses.

Der Mojito geht auf eine lange Tradition von Rum-Getränken in der Karibik zurück. So soll bereits im 16. Jahrhundert der britische Freibeuter Francis Drake ein Getränk aus Zucker, echten karibischen Limetten, Aguardiente de Caña (Zuckerrohrschnaps) und Minze gegen seine Magenbeschwerden konsumiert haben. Von den Spaniern wurde Drake gefürchtet und erhielt den Spitznamen „El Draque“ (span. der Drache), und so nannte man auch das Getränk, das später mit Rum gemischt wurde, als sich dessen Herstellung in der Karibik verbreitete. Der kubanische Autor Rámon de Palma schrieb 1838 in seiner Geschichte El Cólera en Habana: „Jeden Tag um elf Uhr nehme ich einen Draquecito ein, und das tut mir sehr gut.“ Mojito wurde dieser Mix Anfang des 20. Jahrhunderts das erste Mal genannt. Dem Autor Ciro Bianchi Ross und dem kubanischen Historiker Miguel Bonera zufolge sei der Mojito erstmals 1910 in gedruckter Form erschienen und wurde im La Concha in Havanna ausgeschenkt.

Zutaten

6 cl

Weißen Rum

3 EL

braunen Zucker

Soda

Blaubeeren

Minze

Limette

Crashed Ice

Zubereitung

Braunen Zucker, 4 Limettenachtel und 5-7 Blaubeeren in einem Shaker muddlen. Rum, in der Hand angeschlagene Minzblätter oder Stränge und viel crashed ice hinzugeben. Gut umrühren. Alles in ein Glas gießen und mit Minze und Blaubeeren garnieren.